Vom Schwarzwald in das Chiemgau zurück über Karlsruhe nach Frankfurt

Seit meinem letzten Beitrag sind nun doch schon einige „Tage“ vergangen. Irgendwie kam ich einfach nicht so richtig zum Schreiben. Manchmal fehlte mir schlicht und ergreifend die Zeit und manchmal fehlte mir einfach nur der „Drive“. Unter den Tisch fallen lassen möchte ich meine Erlebnisse der vergangenen Monate jedoch nicht und habe deshalb im folgenden eine kleine Zusammenfassung meiner (nicht alle ;-)) absolvierten Läufe niedergeschrieben. Einiges ist „alltäglich Brot“ anderes bleibt wohl für lange Zeit in meinem Köpfchen hängen.

  • Hornisgrinde Marathon 
  • Chiemgauer 100 Berg-Ultralauf
  • Abendstraßenlauf Herxheim (10KM)
  • Golfparklauf St. Leon-Rot (Halbmarathon)
  • Baden Marathon in Karlsruhe (Zugläufer)
  • Turmberglauf Durlach (10KM)
  • Schwarzwaldmarathon in Bräunlingen
  • Frankfurt Marathon

Hornisgrinde Marathon

Zwei Wochen vor meinem Jahreshighlight wollte ich meinen Langen Lauf in einen Wettkampf integrieren. Dafür hatte ich mir den Hornisgrinde Marathon ausgesucht. Die Idee war, zum einen durch das Wettkampfflär die Motivation hochzuhalten und zum anderen, an einem der ältesten deutschen Marathons teilzunehmen und diesen im Trainingsmodus gewisser Hinsicht auch noch ein wenig zu genießen. Um es vorweg zu nehmen….meine Rechnung ging voll auf. bei herrlichem Wetter lief ich die erste von 4 Runden locker ohne Druck los und genoss einfach die herrlichen Natur. Es war mal wieder so ein Tag an dem man die Welt zerreißen könnte. Ich fühlte mich super und es lief wie geschmiert. Nach 3:28:09 Stunden lief auf Gesamtplatz 9 durch das Ziel. Sogar der 2. Platz in der AK 40 sprang noch für mich heraus. Das kommt ja so auch nicht alle Tage vor. Ich sag´s ja immer wieder….“unverhofft kommt oft“ 🙂

Im Ziel des Hornisgrinde Marathon

Überraschender 2. Platz in der AK 40

Chiemgauer 100 Berg-Ultralauf

……und los!

……diese umspektakulären Worte hört man morgens um 5 Uhr im Rupholdinger Fussballstadion. Der Sprecher dieser Worte und Initiator des Chiemgauer100 Gieselher Schneider, kurz Gi, verzichtet mit Absicht auf viel Tamtam bei seiner Veranstaltung  und so kommt es einem vor als stünde man Samstagmorgens auf um ein mit ein paar bekannten einen „etwas längeren“ Traininglauf zu machen 🙂 ….sehr geil. Ich könnte hier wirklich alleine über dieses wunderbare Erlebnis 10 DinA 4 Seiten schreiben aber wer Trails, Berge und das Laufen liebt muss einmal nach Ruhpolding kommen und diese tolle Gemeinschaft erleben. Ich hab immer noch Gänsehaut wenn ich daran denke. Ich habe in den 17 einhalb Stunden Sachen erlebt…..unfassbar! Ich hab den Akku der Garmin leergelaufen…viele neue Lauffreundschaften geschlossen…ich war im absoluten Runnershigh und dann so tief unten dass ich am liebsten die Bergwacht gerufen hätte…ich habe einen Vater mit seinem 18jährigen Sohn getroffen, die sich während des Laufs zerstritten, sich wieder zusammengerauft haben um am Ende gemeinsam mit mir, mit Tränen in den Augen durch´s Ziel zu laufen  ….und ..und …und ….ich werde auf alle Fälle nochmals in die Chiemgauer Alpen zurückkehren.

YOU DON`T ALWAYS NEED A PLAN
SOMTIMES YOU JUST NEED BALLS AND A BEARD

…..so sieht´s aus….

Abendstraßenlauf

Mit dem UltraTrail vom Chiemgau in den Knochen ging´s kurze Zeit später erstmal mit der Familien in den wohlverdienten Urlaub an den Balaton. Die kleine Laufpause tat mir richtig gut. Um anschließend den Countdown für den Herbstmarathon einzuläuten kam mir der Abendstraßenlauf in Herxheim gerade recht. Auf dem flachen Rundkurs der 3 mal gelaufen wird, lief´s für mich unerwartet gut. Nach 40:20 Minuten lief ich als erster in der AK 40 über die Ziellinie…..wiedermal….. unverhofft kommt oft 😉

Halbmarathon in St. Leon-Rot

Halbmarathon-Testlauf stand auf dem Plan. Der Golfparklauf in St. leon-Rot ist flach und geht über 2 Runden. Die Geschichte ist in diesem Fall leider schnell erzählt. Gemeinsam mit Kumpel Tobias wollte ich unter 1:30h laufen, was unter normalen Umständen auch gut drin sein hätte sollen. Schon nach 5-6 Kilometern war mein Puls am Anschlag. Ich fühlte mich als wär ich bei einem 5 KM Rennen. Keine Ahnung wie ich das heute schaffen sollte. Der Lauf hatte noch nicht mal richtig angefangen und ich wär am liebsten in den Wald gelaufen um gegen einen Baum zu treten…einfach zum heulen. Naja…meine Lauferfahrung hat mich gelehrt, dass es möglich ist sich aktiv zu erholen. Also nahm ich das Tempo etwas raus und lief nach Gefühl anstatt nach Zeitvorgaben. Es war schwer aber irgendwie hab ich mich nach 1:33 Stunden über die Ziellinie geschleppt. Gefühlsmäßig war das zwischen Enttäuschung , Wut und Hoffnungslosigkeit.  Musste ich meine Ziele für Frankfurt überdenken? Der Zuspruch von meinem lieben Herzblättle und Freunden ließ mich dann aber doch einfach unbeirrt weitermachen. Manchmals ist es halt so und fertig. Köpfle hoch und weiter!

Zugläufer beim Baden Marathon

Bereits zum 2. Mal durfte ich das Zugläufer-Team beim Baden-Marathon unterstützen. Der Start liegt ja direkt vor meiner Haustür…. also Heimspiel! Gemeinsam mit Laufkumpane Oliver, mit dem ich auch schon den einen oder anderen Ultralauf gefinisht habe, brachte ich die Läuferschaft unter 3:45 Stunden ins Ziel. Wir hatten unglaublich viel Spaß und gute Laune, so dass die Zeit wie im Nu verflog. Ehe wir uns versahen saßen wir auch schon wieder im „Runner´s Heaven´s“ Gras 🙂

Turmberglauf Durlach

Der Turmberglauf über 10 KM in KA-Durlach sollte ebenfalls als Test oder Formüberprüfungslauf vor dem Frankfurt Marathon dienen. Mit Nils, Mhand und Sven vom Chicken Express Running-Team ging´s Samstagsnachmittags an den Start. Ne 40er Zeit wollte ich „auf jeden Fall“ laufen. Das sollte drin sein, wenn auch – aus dem Training raus- wie man so schön sagt. Die ersten beiden Kilometer liefen noch gut im 4er Schnitt doch dann war schnell klar, dass ich das Ding heute nur irgendwie ins Ziel bringen muss. Die Zeit von 41:33 Minuten war für mich erstmal sehr enttäuschend. Naja….dachte ich mir…hmmm aus´m Training raus…. 🙂 was soll´s es war nicht zu ändern und der Blick ging wieder nach vorne.

Zieleinlauf beim Schwarzwaldmarathon

Zieleinlauf beim Schwarzwaldmarathon

Schwarzwald Marathon

Der Scharzwaldmarathon in Bräunlingen war der letzte Lange Lauf vor dem Frankfurt Marathon. Recht kurzfristig hatte ich die Idee einen Trainingsmarathon zu laufen. Das herrliche Wetter und die tolle Landschschaft haben mich richtig motiviert. Insgesamt wurden gut 500 Höhenmeter bewältigt. Ich bin bis KM 22 locker angelaufen um zum Ende hin ordentlich Tempo zu machen. Meine Rechnung ging auf und nach 3:35 Stunden rauschte ich unter tosemdem Applaus über die Ziellinie 🙂 Ich fühlte mich nach dem Lauf richtig gut und war nun Guter Hoffnung für den  Frankfut Marathon gut gerüstet zu sein.

Frankfurt Marathon

2 Jahre ist es inzwischen schon her das ich meinen letzten Marathon auf Bestzeit gelaufen bin.  Der Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle nach 3:06 Stunden war bislang meine beste Marathonzeit die ich gelaufen bin. Das ich da dieses Jahr nicht ganz hinkommen würde war mir klar. Gemeinsam mit Kumpel Tobias wollte ich unter 3:10 Stunden laufen. Für Tobi war es der erste Marathon überhaupt …also fetter Respekt! Der Sonntagmorgen war saukalt und sehr windig, naja wenigstens blieb der Regen aus. Für uns beide lief es trotz der widrigen Bedingungen bis KM 37 recht gut. Wir waren auf Kurs. Leider musste ich gegen Ende hin etwas Federn lassen und Tobias ziehen lassen. Er hatte noch Dampf und finishte sensationell nach 3:09 Stunden. Mein Zieleinlauf in der „Gudd Stub“ nach 3:11 Stunden war dennoch ein gutes Ergebnis für mich. Natürlich hatte ich mir etwas mehr erhofft aber immerhin war es meine 3. Beste Marathonzeit. Man muss dann doch auch mal mit dem zufrieden sein was man hat :-). Frankfurt hat mir wieder viel Spass gemacht, auch die vielen Bekannschaften von Instagram und Facbook live zu sehen war sehr schön. An allen Ecken haben mich die Leute angesprochen dich aber teilweise nicht erkannte. Sorry an dieser Stelle aber die Reizüberflutung auf der Marathonmesse ist echt enorm. Frankfurt wird mich für eine Weile nicht mehr sehen wenn ich auch tolle Erinnerungen habe. es gibt so viele andere Marathons und Ultramarathons im Herbst an denen ich in Zukunft noch teilnehmen möchte.

Was kommt noch dieses Jahr?

Nicht mehr viel. Ein paar Tage werde ich noch die Füße stillhalten und schön regenerieren bevor es einen 5wöchigen Tempotrainingsblock gibt, der mir das Tempo für die 10 Km der Winterlaufserie Rheinzabern den nötigen feinschliff geben soll. Zum Abschluss heißt es noch auslaufen beim Silvesterlauf in Forchheim.

2 Gedanken zu „Vom Schwarzwald in das Chiemgau zurück über Karlsruhe nach Frankfurt

  1. Gefällt mir besonders, dass man dich überall nur so schön lachend sehen kann, behalte das für dich, genieße das Laufen und überfordere dich nicht – sonst vergeht die Lust am Laufen. Liebe Grüße von der Ostsee 😎

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    1. Lieben Dank Margitta 🙂 Trotz aller Ambitionen versuche ich immer mehr in mich reinzuhören und das ganze viel mehr zu genießen. Ich freue mich schon auf die Ultraläufe im nächsten Jahr, die werden besonders schön :-). Bis bald

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