„Laufen macht Spass!“ Selbst wenn ich mir dessen bislang noch nicht bewusst gewesen wäre, spätestens nachdem ich mit Marina ein paar Runden gelaufen war, wusste ich wieder warum ich diesen Sport eigentlich mache.

Ich musste diese Zeilen und ein Bild von Marina unbedingt vorwegschicken, bevor ich hier meine persönlichen Erfahrungen „zu Papier“ bringe. Sie und Ihre Art spiegeln diese Backyard Championship für mich 1:1 wieder. Es gab Momente in denen einem das Herz aufging in denen man mitsingt und tänzelt und Momente an denen…. ja man möchte ihr die nächste Straßenlaterne um den Hals wickeln :-)…sorry Marina, gell du weißt wie ich das meine.
In meinem letzten Beitrag „In anderen Umständen“ hatte ich im Vorfeld ja schon bissel was über die Big Dogs World Championship berichtet. Deshalb geht es jetzt auch gleich mitten rein ins Geschehen.
Es ist schon komisch, ich bin kurz davor an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen und dennoch verspürte ich weder in der Nacht von Freitag auf Samstag Nervosität, noch am Morgen beim gemeinsamen Familienfrühstück. Im Gegenteil ich schlief, schnarchte und träumte jenseits von gut und böse. Es war einfach nur riesige Vorfreude auf das was da so auf mich zukommen würde.
Wohnzimmereinrichtung


Kandel….12:00 Uhr… Highnoon…. Samstag 17.10. Mein Herzblättle Claudi und ich stürzen uns ins Geschehen und in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Den Pavillon und das Zelt hatte ich bereits am Freitagnachmittag mit Teamkollege Harald, Betreuern und Laufkollegen der LSG Karlsruhe aufgebaut, deshalb galt es jetzt nur noch das „Wohnzimmer“ für die nächsten Stunden…vielleicht Tage einzurichten. Zwischendurch begrüßten wir uns alle untereinander. Man sah schnell, dass die Stimmung zwischen allen Teilnehmern sehr gelöst und locker war. Ich kann zwar nur von meiner Seiter aus sprechen aber die Zusammenstellung des Teams Germany ist Michael Ohler sehr gut gelungen. Eine super Mischung aus sehr erfahrenen Ultraläufern/innen und der Motivation der Backyard Rookies. Auch das Zwischenmenschliche hat in unserer Truppe sehr gut gepasst. Die Zeit verging dann doch recht schnell und eh ich mich versah standen wir auch schon auf dem Rasen zum Gebet…. 😉

Die erste Runde
Dann ist es endlich 14:00h, in Deutschland und weltweit setzen sich in diesem Moment 300 Läuferinnen und Läufer in Bewegung um die erste Runde über 6,7 KM bei der Satellite Big Dogs Backyard Ultra World Championship 2020 zu laufen. Ich gebe zu, leichte Gänsehaut überkam mich in diesem Moment…naja immerhin lief ich ja gerade gemeinsam mit den legendären Tarahumara aus Mexico, Courtney Dauwalter aus den USA oder Bernhard „Heiligs Bim BAM“ Epple aus Kaufbeuren! Leute ich sag´s euch, da wird es einen ganz schön warm ums kleine Läuferherzle. Wir liefen aus dem Stadion und rein in den schönen Bienwald. Der Plan die erste Runde gleich in Richtung 48-49 Minuten zu laufen ging kräftig schief. Ich lief in der Gruppe und wir schnatterten im laaaangsaaaamen Wohlfühltempo munter drauf los. So vergingen die ersten Runden. Ich sprach fast in jeder Runde mit jemand anderem aus dem Team, wir lernten uns sozusagen alle erstmal kennen.

Das Wetter versprach trocken zu bleiben und mitunter sollte sogar die Sonne rauskommen. Soweit so gut, der Oktober allerdings zeichnet sich durch längere Nächte aus und eh wir uns versahen, hieß es schon nach Runde 6 für die Nachtstrecke richten. Um genügend Zeit für Schuhwechsel etc. bis zum nächsten Start auf der Nachtstrecke zu haben, lief ich einfach mal ne 39:27er Runde. Die Pace von 5:51 min/km klingt nicht wirklich schnell aber in diesem Format gehört man damit schon zu den schnellsten und man sollte es vielleicht nicht allzu oft tun. In Runde 6 waren weltweit nur 5 Läufer schneller….ups… Nun gut auf jeden Fall hatte ich mehr als genug Zeit zum umziehen, zum essen und zum trinken. Passt!

Meine erste Nacht
Nachdem der Anfang des Wettbewerbs relativ unspektakulär verlief und man im Prinzip einfach Runden sammelte, begann für mich jetzt die erste große Herausforderung. Meine erste Nacht durchlaufen! Was hatte ich mir im Vorfeld den Kopf zerbrochen…wie mach ich das…? Wie schaff ich dass? Ich hatte im Nachhinein echt Glück, denn ich konnte ab 0:00 Uhr regelmäßig in den Pausen Power Naps machen. Ich war immer gute 8-10 Minuten weg. Einmal hab ich sogar geschnarcht ….hahaha…wer hätte das gedacht, dass das so gut bei mir klappen würde. Das größte Problem in der relativ kalten Nacht, war der Gang aus dem warmen Zelt zur Startlinie. Wir waren alle eingemummelt in unseren Decken oder Schlafsäcke und zusätzlich erreicht der Köper in der Nacht seinen absoluten Tiefpunkt und ist eigentlich kaum einsatzbereit. Das System möchte runterfahren aber wir lassen es nicht zu. Das hatte zur Folge, dass man zähneklappernd, schlotternd vor Kälte an der Startlinie stand und hoffte, dass es gleich wieder los geht. Nach ein paar Minuten Bewegung ging´s dann bei mir wieder und ich konnte gut laufen. Das war im Prinzip auch schon meine „schlimmste“ Erfahrung, die ich in meiner ersten Nacht hatte (dass es für mich leider keine zweite gab, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nocht nicht). Nach ein paar Runden in der Dunkelheit sagte mir Michael, dass er jetzt seine Taktik für die Nachtrunde gefunden hätte und die kurzen Strecken des Rechtecks, dass wir liefen gehen würde und die langen würden dann gelaufen. Ich fand das für mich ebenfalls ne gute Lösung und schloss mich an.

„BAM“ Ein wahrer Held
Irgendwann lief ich auf der Nachtrunde mit Bam und er erzählte von seinem Spenden-Lauf-Projekt für den Verein ZimRelief e.V. , dass er erst vor einigen Wochen mit einem Lauf durch das Ostallgäu über 219 Kilometer durchgeführt hatte. Mit seinem Engagement unterstützte er das Projekt Takunda Shungu Trust welches sich zum Ziel gesetzt hat, gehörlose Kleinkinder und Jugendliche in Simbabwe zu fördern und ihnen dadurch ein selbst-bestimmtes Leben zu ermöglichen. Am Ende konnte er dank zahlreicher Spender über 8.000 EUR sammeln, wie er mir erzählte.
Wow…da ziehe ich echt den Hut! Wahnsinn was der sympathische und wortgewaltige Allgäuer da abgeliefert hat. Eine tolle Sache wenn man mit seinem Hobby und ein kleinwenig Bekanntheit anderen Menschen helfen kann! Eine echte Win-Win Situation für die Menschen in Simbabwe als auch für Ihn und sein Restaurant Gifthütte aber vor allem eine Sache über die ich mir in Zukunft auch mal Gedanken machen möchte. Überhaupt bin ich immer noch beeindruckt von allen weitern Teilnehmern/innen. Durchweg alles total liebe, nette ausdauer- und leidensfähige Zeitgenossen. Im Laufe einer solchen Veranstaltung kämpft irgendwann jeder mit mentalen Tiefs, mit Schmerzen, mit dem Schuhwerk usw. Allen möchte ich an dieser Stelle nochmals meinen Respekt für Ihre spitzenmäßige Leistung in Kandel gratulieren.
Morgendämmerung
Nach diesem kurzen Ausflug nach Kaufbeuren nun wieder zurück auf die Strecke. In der Nacht habe ich irgendwann bemerkt, dass ich immer mehr meine Ruhe brauche und in meinen eigenen Rythmus kommen muss. Zu Beginn jeder Runde ging´s im besten Fall noch gemeinsam aus dem Stadion und dann verlief es sich ein wenig. Manche liefen die Runde alleine für sich, mache zu zweit und in der nächste Runde wieder anders. Zwischenzeitlich befanden wir uns schon in Runde 17 und in knapp 2 Stunden würde es wieder hell werden. Ich muss gestehen, dass ich echt auf den Morgen, die Dämmerung und Tag gefreut habe. Auch wenn ich relativ gut durch die Nacht kam, war das eine ziemlich zähe Geschichte. Die kurzen Pausen in der Nacht fühlten sich anders an als am Tag. Wie bereits geschrieben, befindet sich der Körper Nachts in einem anderen Rythmus und es fällt alles ein wenig schwerer als am Tag. Paradox war auch, dass ich versucht habe mich fit und wach zu halten, bspw. mit Getränken wie Cola oder Matcha Tee und andererseits in den Pausen schlafen wollte, damit ich im weiteren Verlauf noch lange durchhalten kann. Ähhh….irgendwie blöd. Wie auch immer, um 7:00 Uhr gings auf die letzte Nachtrunde und alle freuten sich schon bald wieder auf der Tagstrecke mit Waldwegen und Trails laufen zu können.

Mein Herzblättle Claudi sowie Peter und Anna kümmerten sich auch in der Nacht um Harald und mich. Das ist ein ein brutaler Job als Betreuer oder Betreuerin. Du hast im Prinzip 45 Minuten nix zu tun und dann muss innerhalb kurzer Zeit alles passen. Jeder Handgriff muss sitzen. Hat der Tee in der Nacht die richtige Temperatur? Liegt alles bereit was er braucht? Braucht er Zuspruch oder halte ich lieber die Klappe. Absoluten Respekt für alle Unterstützer/innen die uns Läufer/innen in Kandel supportet haben. Ohne euch ging das Ganze in der Form so nicht. Das ist auch das absolut geniale an diesem Laufformat. Man ist als Team am Start und jeder ist auf seine Weise wichtig. Ohne es herunter zu spielen aber wir Läufer/innen müssen eigentlich ja nur laufen, so blöd sich das anhört ist es im Backyard-Format fast noch das einfachste :-). Meine Claudi und ich sind in diesem Jahr 20 Jahre verheiratet und wir haben echt schon viel erlebt und durchgemacht aber das Ding in Kandel hat uns nach so langer Zeit sogar noch mehr zusammengeschweißt. Es ist doch geil was ein Hobby so alles bewirken kann.
Kurz vor dem Knock Out
Während die 1. Nacht für mich überraschenderweise gut lief und nicht ganz die große Hürde war, vor der ich mir im Vorfeld fast in Ultra-Läufer-Bux geschissen hatte, kam die Ernüchterung am frühen Morgen. Punkt 8:00 Uhr, beim 3 „Glockenschlag“ dachte ich mich tritt ein Pferd! Ich kam überhaupt nicht mehr in die Gänge und jeder Schritt schmerzte so arg. Plötzlich hatte ich Hüftschmerzen, die Beine waren schwer wie Blei und auch mental war ich schlagartig im Tal der Tränen. Furchtbar, dachte ich! Das kann doch wohl nicht war sein…bitte nicht jetzt schon aussteigen müssen, waren meine Gedanken. Gerade jetzt, wo das beste doch erst begann. Die paar Stunden am Samstag…kein Thema, die erste Nacht…ach das schaff ich, das Versprechen an mich und Michael mindestens 24 Stunden durchzuhalten….ich war wirklich kurz vor dem „K.O.“!

Ich brachte die Runde zu Ende und sank in meinen Liege-/Klappstuhl (übrigens sehr zu empfehlen, da kann man auch mal die Beine hochlegen) und wusste nicht mehr so recht wie noch mindestens 5-6 Stunden durchhalten sollte. Viel zu schnell ertönte die verdammte Trillerpfeife. Erst einmal…aha noch 3 Minuten bis zum Start, dann zweimal….aha noch 2 Minuten bis zum Start und dann zum dritten mal…jetzt musst du spätestens hoch und in die Startaufstellung. Ich erinnere mich an einen Spruch von Laz…“Im Verlauf des Rennens wird es das schwierigste sein, sich vom Stuhl zu erheben und in die Startaufstellung zu gehen“…er sollte recht behalten!
Gefühlsüberschwang
Unfassabar aber war…mit einem Trommelfeuer an Energie ging ich in die nächste Runde. Ein Glas Coca Cola, ein Pfannenkuchen und frische Kleidung bewirkten Wunder. Ich fühlte mich wie neu geboren. Ok, das war ein wenig übertrieben aber jetzt war ich wieder da! Hellwach! Im Kopf machte es aufeimal KLICK und das mentale Tief, in dem ich gesteckt hatte war wie weggeblasen. So langsam blitzelte auch endlich die Sonne durch die Nebelschwaden und in meinem Kopf war das nächste Zwischenziel 24 Stunden / 100 Meilen greifbar nahe. Es wäre vermessen zu sagen das dies mein einziges Tief war aber die anderen Talfahrten waren kleiner und ich kam relativ schnell wieder raus. Mal zwickts hier mal fühlt sich der Magen komisch an und und und….aber glücklicherweise habe ich alles überstanden.

Überstanden habe ich eines dieser, nennen wir es mal „mittelmäßiges Tief“ mit Hilfe von Rene. Der Gute hatte vor 24 Stunden noch keine Ahnung der er mit dem Team Germany in Kandel um die WM-Krone mitlaufen würde. Aufgrund der kurzfristigen Absage von Jonathan der sich bei einem Sturz mit dem Rad verletzt hatte, sprang Rene für ihn ein. Riesigen Respekt für den kurzfristigen Einsatz und das obwohl er noch vor 14 Tagen 26 Stunden beim Schinder-Trail Backyard Ultra unterwegs war. Er hat gekämpft wie ein Löwe bis er nach 22 Stunden völlig erschöpft seinen Dienst für heute getan hatte. Auch Dank ihm konnte ich weiterlaufen.

Mit meiner vorhin erwähnten neuen Energie und einem wahnsinns Gefühlsüberschwang lief ich die Runde 24 gemeinsam mit Tobi. Wir unterhielten uns, er motivierte und lobte mich…wow schöne Worte zur richtigen Zeit von einem tollen Ultralläufer. Das tat gut und beflügelte mich. Das Ende vom Lied war `ne 43er Runde….ups! Bisschen flott aber egal, ich erinnere mich gerne an die Runde mit Tobi und dann wir sie das Wert. Immerhin waren das dann auch meine ersten 100 Meilen die ich gelaufen bin :-). Ob die Runde dann den Ausschlag für mein DNF in gut 3 Stunden gab, ist im Nachhinein schwer zu sagen. Auf jeden Fall DANKE Tobi!

Hochmut kommt vor dem Fall
Während Erik nach Runde 24 am Boden liegt und mit dem DNF kämpft aber mit toller Unterstützung von Harald sogar noch eine Runde für das Team dranhängt (phänomenal Erik), lief es bei mir wie geschmiert. Auch so in Runde 25. In diesem Moment dachte ich: „Mensch Kerle, wenn dich jetzt net saublöd anschtellsch, dann schaffschs noch in die 2 Nacht!“ Dann der Start in die Runde 26 und plötzlich ist auf einen Schlag alles anders.

Nach 2 Kilometern fühlte sich mein Körper an wei Blei. Alles schwer und zum ersten mal kamen richtige Schmerzen. Das linke Knie machte sich bemerkbar. Erst leicht dann immer stärker. Ich musste ein paar Gehpassagen einlegen, schaffte die Runde aber dann doch noch knapp unter 50 Minuten. Eigentlich nicht schlecht, ist ja noch viel Luft nach oben aber es fühlte sich sehr schlecht an…Ich war traurig und mein Kopf sagte mir komische Sachen, die ich nicht hören wollte.
Das Team



Meine letzte Runde
Ich nahm noch aufbauende Worte von meiner Claudi und von anderen war, während ich versuchte mich irgendwie aus dem Tal der Tränen zu befreien. Allerdings wurden die Schmerzen im Knie immer stärker und meine Gedanken gingen nur noch darum wann höre ich auf…..ganz schlecht!

Dann kam der Moment an dem ich wusste das Spiel ist vorbei. Finito, Schluss, Aus, Amen! Ich habe keine Ahnung wie ich es noch ins Ziel schaffte. Die Trillerpfeife ertönte noch 3 mal. Heißt ich kam 3 Minuten vor dem Start der neuen nächsten Runde ins Ziel.

Mein Herzblättle versorgte mich noch mit einem ordentlich gezuckerten Kaffee und motivierte mich noch eine Runde zu versuchen. Ich hatte Sie im Vorfeld darauf eingeschworen, dass so eine Situation früher oder später kommen könnte. Sie sollte mir auf jeden Fall in den Allerwertesten treten…Ich erinnere mich noch an Patrick Obert, der mir sagte, wenn du noch ne Runde läufst mach ich auch noch eine. Auch Anke versuchte ihr Bestes…ich bekomme leider nicht mehr alles zusammen aber ich glaube Alex Holl hat sogar bewegte Bilder zu der Situation 😉
Meine allerletzte Runde
Ich raffte mich auf und schlich irgendwie noch aus dem Rund des Bienwaldstadions. Meine Erinnerungen sind verblasst aber in Runde 28 und insgeamt 182,5 KM gebe ich auf! „Gestorben“ auf der Strecke, genau wie ich es wollte. Auch wenn sich dieser Moment alles andere als gut anfühlte, bin ich im Nachhinein einfach nur zufrieden. Mehr ging an diesem Tag einfach nicht. Ich hatte alles gegeben was ging. Wenn der Physis nicht mehr mitmacht ist es auch mit der Psyche schwierig. Mein Kopf war leer und ich erinnere mich an einen weiteren Satz von LAZ…“Du gibst nicht auf weil du nicht mehr kannst, sondern wenn du merkst dass du nicht mehr gewinnen kannst.“ Naja, irgendwie war beides der Fall 🙂

Game Over
Die letzten Schritte ins Stadion waren die schwersten. Ich versuche mich unentdeckt hinter den Zelten vorbei zu unserem Pavillon zu schleichen….Ging leider nicht. Claudi hatte mit entdeckt und kam mir mit offenen Armen entgegen. Ich fiel ihr in den Arm und verdrückte erstmal ein Tränchen. Ich weiß nicht warum…traurig weil ich aufgeben musste, gleichzeitig war ich ein wenig stolz auf das Erreichte. Emotionen halt! Nachdem ich dann auch offiziell ausgestiegen war, zog ich mich um und setzte mich erstmal ne Weile in meinen Stuhl. Ich kann mich nicht erinnern mal so fertig gewesen zu sein. Eigentlich wollte ich noch bleiben um den Rest des Teams so lange wie möglich anzufeuern und zu unterstützen. Ich war jedoch nicht in der Lage.

Nachdem die restlichen Läufer/innen ihre Runde gefinisht hatten übergab mir Michael noch die Silbermedaille und beglückwünschte mich zu meiner tollen Leistung. Im Nachhinein stimmt das aber in diesem Moment tat es mir eher leid, dass ich nicht mehr weiter machen konnte. Ich freute mich aber trotzdem sehr über die Anerkennung. Michael hatte extra für alle Teilnehmer des Teams Germany eine Silbermedaille bei Laz bestellt. Normalerweise steht diese nur dem Assist zu. Sehr geil Michael! Eine tolle Erinnerung die einen Ehrenplatz bekommt.
Ende
Jetzt habe ich wirklich viel erzählt und trotzdem nicht alles. All diejenigen die dabei waren haben sicherlich tolle Erinnerung an das Wochenende um den 17. Oktober 2020. Ich möchte mich zuletzt noch bei meinem Vereinskollegen Harald Menzel bedanken, der mich sozusagen ins Team gehieft hat :-). Ohne dich lieber Harald wäre die Veranstaltung ohne mich gelaufen….1000 Dank! Danke auch dir Michael, dass du mich als Rookie mit ins Team genommen hast. Damit hast du mir eine Erinnerung fürs ganze Läuferleben geschaffen. Danke natürlich auch allen anderen die keine Erwähnung gefunden haben und mich auf dem Weg dahin oder vor Ort unterstützt haben.
Doch noch kein Ende
Kaum war die erste Nacht geschlafen und die Gedanken einigermaßen sortiert, teilt Alex Holl mit, dass alle Teilnehmer die in Kandel am Start waren eine Wildcard für den SchinderTrail Backyard Ultra im nächsten Herbst bekommen. Klar da muss ich hin 😉 Das Datum allerdings ist denkbar schlecht, da unsere Tochter Geburtstag hat. Alex bohrte so lange bis der Deal zwischen Familie und dem Schinder stand….Tochter kommt mit…alle Teilnehmer singen ein Ständchen und es gibt eine schöne blaue Geburtstagstorte :-)….coool….Klasse Typ der Alex.

Jetzt aber….
Zum Schluss jetzt noch ein paar Links rund um die Satellite Big Dogs Backyard Ultra Championship 2020. Erik von Trailrunning HD seines Zeichens ebenfalls Teilnehmer hat auch eine richtig tollen Bericht geschrieben. In diesem Sinne ….tschau und immer dran denken….„Laufen macht Spass!“
Bericht von Erik: Big Dog’s Satellite Backyard World Championship 2020 – Das Rennen
Podcast „Über das Laufen“ von Thomas Büdinger: Backyard Ultra Live Gebabbel
Podcast von TrailRunnersDog.de: Backyard Ultras sind wie Punk
Podcast von Run Fiction – Der Podcast zum Laufen/Trailrunning: Backyard WM mit Michael Ohler


