Was so alles geschieht….

Ein paar Tage ist es schon alt aber dennoch wünsche ich meiner lieben laufenden Leserschaft und natürlich auch allen die es noch werden wollen 🙂 ein gesundes und glückliches neues Jahr.

Sicher ist euch aufgefallen dass der einstige Laufanfänger, der seine ersten Schritte noch unter runningwolle.de veröffentlichte, übergangsweise zum ultrawoolf.de wurde um zu zeigen dass er auch mal mehr als 42,195 KM laufen kann. Nun hab ich (so glaube ich) endlich mein Plätzchen in der Welt der Laufbloggerei gefunden und erzähle euch in nicht allzu häufigen Intervallen von meinen Erlebnissen aus der Welt der Ultraläufer auf meinem neuen Blog Laufgeschichten.wordpress.com. Ich finde dass passt am besten zu mir, da ich doch dazu neige hier und da mal ein wenig auszuschweifen. Es wird jeder KM-Split beschrieben und auch meine Zielzeiten sollen nicht mehr im Vordergrund der Laufgeschichte stehen. Sicherlich falle ich mit meiner Schreibe oft durchs Raster aber ich bin es Leid auf Wortanzahl, Lesbarkeit des Beitrags und und und….. zu achten. Ich möchte einfach meine Laufgeschichten für mich, die Familie, meine Freunde und allen Laufbegeisterten auf diesem Blog erzählen.

…..was ist noch im alten Jahr geschehen?

Nach dem Frankfurtmarathon im letzten Herbst hatte ich mir seit langem mal wieder volle 2 Wochen Laufpause gegönnt. Es war herrlich kann ich euch sagen einfach herrlich. Ok, ab dem 10. Tag ohne Laufen wurde ich schon langsam ungemütlich und meine liebe Familie stopfte mich mit immer mehr Schokolade um mich bei Laune zu halten 🙂 aaaaaber… genau ihr ahnt es schon….nach 14 Tagen hatte ich solch eine Lust wieder in die Brooks zu schlüpfen und auf meiner Hausrunde zu laufen. Das war einfach nur noch ….WOW!

Auf meinem Trainingsplan stand gleich zu Beginn ein 4wöchiger Tempoblock um bei der Winterlaufserie Rheinzabern auch ordentlich Dampf unterm Kessel zu haben. Trotz der Ultralauferei die mich immer mehr packt möchte ich das Tempo noch nicht vernachlässigen. 40 Minuten sollten es werden….naja sie wurden es nicht! Intervalle, Tempoläufe und und und…..keine Chance die 40 Minuten zu knacken, die Lebkuchen und das Weihnachtsgebäck war stärker :-).  Beim zweiten Versuch  die 40er Marke beim Silvesterlauf in Forchheim zu knacken machte mir der „Schweinebuckel“ einen Strich durch die Rechnung. Um ehrlich zu sein hätte es aber auch ohne das fiese Ding am Ende des Rennens nicht geklappt.

Aufgeben ist nicht meins…also hieß es alle guten Dinge sind drei! Ja, drei wie „Drei“königslauf in Großweier….Gute nein sehr gute Erinnerungen hatte ich an den Lauf. Schon 2014 lief ich dort noch nach „Greif“ trainierend völlig unerwartet eine 39:08 aus der kalten Hose. Ob das dieses Jahr auch so kommen würde hatte ich bezweifelt aber wer weiß das schon im Voraus. Die 5 KM Runde in Großweier ist im Prinzip sehr gut zu laufen und das Wetter hatte es mal wieder gut mit uns gemeint. Während unser Chicken Express Running-Team noch im strömenden Regen zur Veranstaltung fuhr, kam eine halbe Stunde vor dem Start schon fast die Sonne raus, perfekt! Es lief gut bis zum 5. Kilometer, dann überholte mich meine Hassliebe Manfred von der LSG Karlsruhe. Ich wurde langsamer und er schnappte mich, das tat weh. Bereits in Rheinzabern und ich Forchheim war er schneller als ich. Seid 2-3 Jahren „duellieren“ wir uns immer auf den Volksläufen um Karlsruhe herum. Mal ist er vor mir im Ziel mal ich vor ihm. In letzter Zeit jedoch schlug er mich immer öfter ….und er ist AK50 :-(. Hut ab vor seiner Leistung aber wie bereits erwähnt stehen die Distanzen jenseits der 42,195 KM immer mehr für mich im Focus, was natürlich ein wenig Auswirkung auf das Tempo hat….oder? Nun ja bei mir ist das zumindest mal so. Kurzum, es wurde auch beim dritten Anlauf keine Zeit unter 40 Minuten….noch nicht mal unter 41 :-(.  Ich mach jetzt erstmal einen Haken dran und fertig.

Während ich mal wieder ne halbe Ewigkeit an diesem Beitrag herumdoktere fand inzwischen der 2. Lauf der WLS Rheinzabern über 15 KM statt. Einen phantastischen Tag hatte ich da erwischt. Ich kann euch sagen …. meine Form fühlte ist sich noch vor dem Lauf nicht so besonders an, was mich darin bestärkte es etwas verhaltener anzugehen und den Lauf so gut es eben ging zu Ende zu bringen. Was dann aber geschah war unglaublich. Bereits nach 5-6 Kilometern spürte ich dass es heute sehr gut lief. Meine Beine waren locker und ich hatte das Gefühl jederzeit den Turbo zu zünden. Nach 9 Kilometern hatte ich dann auch auf meinen Lieblings Widersacher Manfred von der LSG Karlsruhe aufgeschlossen und gemeinsam liefen wir bis ins Ziel. Zum Schluss konnte ich tatsächlich den Turbo zünden und lief den 15ten Kilometer in einer Pace von 3:27min/km. Absoluter Wahnsinn!!! Ich bin fast ausgeflippt vor Freude. Die gute Renneinteilung hatte sich ausbezahlt. Einfach geil 🙂

…..was passiert 2018?

Mein Laufjahr 2018 soll sich nicht nur auf irgendwelche 10 Kilometerzeiten reduzieren, sondern vielmehr auf die großen und langen Laufabenteuer. Über die wichtigsten ein kurzer Ausblick.

Rodgau macht einfach Spass

Als erstes werde ich mich enden Januar beim traditionellen Rodgau Ultramarathon über 50 KM gut 1000 weiteren „Verrückten“ anschließen und die 5 KM-Runde 10 mal so schnell wie möglich hinter mich bringen. Ambitioniert wird es bei meinem 3. Start zugehen um am Enden dann auch nach spätestens 3:59:59 Stunden über die Ziellinie zu laufen.

Das Thema Trailrunning gefällt mir immer mehr, weshalb es auch 2018 für mich wieder auf unbefestigte Wege geht. Der Trail Petit Ballon gibt mit seinen 52KM und 2300 Höhenmetern Mitte März den Startschuss in die Trailrunning Saison. In der kleinen Gemeinde an der elsässischen Weinstraße werde ich gleichzeitig mit meinem Herzblatt starten und unseren 18. Hochzeitstag feiern 🙂

UltraTrail in den Vogesen

Einmal mehr verzichte  ich  im April auf eine Bestzeitenjagd bei einem Frühjahresmarathon und laufe lieber den unglaublich schönen UltraTrail Dèfi des Seigneurs über 74 KM und 2500 Höhenmeter mit meinem Kumpel Hannes. Die sogenannte Burgherrenrunde müsst ihr unbedingt mal gelaufen sein. Bei sonnigem Aprilwetter geht einem dort das Herz auf.

Ende April komme ich dann in den Genuss als Pacemaker beim Düsseldorf Marathon die Läuferinnen und Läufer unter 3:15 Stunden ins Ziel zu bringen zu dürfen. Ende 2017 hatte ich mich dem PacerTeam angeschlossen und  habe so ab und an die Möglichkeit als Zugläufer über die Halbmarathon- oder Marathondistanz bei verschiedenen Veranstaltungen die Läuferschaar zu unterstützen. Das macht richtig Spass und ich freue mich jetzt schon riesig darauf.

Gut 2 Wochen später bin ich im Wonnemonat Mai nochmals als Pacemaker am Start. Beim Dämmermarathon in Mannheim fliege ich mit den Halbmarathonis in 1:29:xx Stunden auf der schnellen Strecke bis ins Ziel zwischen Wasserturm und Rosengarten.

Mitte Juni absolviere ich dann zum 3. Mal den Fidelitas Nachtlauf in Karlsruhe. Auf das Heimspiel über die hügelige 80 Kilometer lange Strecke freue ich mich schon sehr. Eine klitzekleine Rechnung aus dem letzten Jahr habe ich hier noch offen und hoffe diese mit einem grinsen im Gesicht begleichen zu können. Bei der 40igsten Ausgabe dieses Laufs gibt es vielleicht sogar ein besonderes Schmankerl für mich….aber dazu beizeiten mehr 😉

Im Juli dient der hügelige Ultralauf Bretten Night52 durch das Kraichgau als letzte lange Trainigseinheit für den Chiemgauer100 für den ich mich beworben habe. Dieses Laufhighlight in den Chiemgauer Alpen wird eine sehr große Herausforderung und Freude für mich. Nach meinem verpatzten Zugspitz UltraTrail im letzten Jahr möchte ich dort endlich zeigen was ich kann.

Nach dem Familienurlaub im August geht es erst mal entspannt auf die 21,1 KM Runde beim Halbmarahton in Ettlingen. Die Strecke mit ihren 450 Höhenmetern ist kein Zuckerschlecken aber macht mächtig Spass.

Der Fiducia & GAD Baden-Marathon im September findet in diesem Jahr wieder direkt vor unserer Haustür statt. Gestartet wird dieses Mal wieder an der Europahalle und das Ziel wird wieder im Carl-Kaufmann Stadion sein, in dem manchmal heimlich meine Intervalle schrubbe :-). Bei diesem Heimspiel darf ich nach aktuellem Stand wieder als Zugläufer an den Start gehen und die Läuferinnen und Läufer bis in den Renners-Heaven begleiten.

Pacemaker mit Alex beim Baden Marathon

Das Herbstwunder findet dann hoffentlich im Oktober beim Taubertal 100 statt. Bei diesem Ultramarathon über 100 Kilometer möchte ich versuchen eine Zeit von 8:30 Stunden zu laufen. Auf dieses Highlight freue ich mich jetzt schon wie ein kleines Kind…..die vielen Trainingskilometer ….naja an die denke ich grad mal noch nicht 🙂

Nachdem ich im letzten Jahr keinen Bestzeitenmarathon gelaufen bin, werde ich, sofern ich gesund bleibe und schnell regenerieren kann, bei einem späten Herbstmarathon an den Start gehen. Ob ich 3 Wochen nach dem Taubertal 100 schon in Frankfurt starten kann, weiß ich nicht aber ein Online Laufkamerad von Facebook hat mir einen Floh ins Ohr gesetzt den ich noch nicht rausbekomme….Der Pisa Marathon!

Gespickt mit einigen kleineren Volksläufen in der Region wird 2018 sicherlich wieder ein großartiges Laufjahr in dem es viele Laufgeschichten zu erzählen gibt.

So und nun wünsche ich Euch allen ein tolles Laufjahr 2018.

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