„Wettkampf ist das beste Training!“
Frei nach diesem Motto fuhr ich letzten Samstag mit meinem Herzblättle Claudi nach Hassloch zum Nikolauslauf um beim immer beliebter werdenden Halbmarathon teilzunehmen.
Nach dem Frankfurt Marathon hatte ich sage und schreibe 14 Tage lang keinen Laufschuh am Fuß. Ich wollte mal richtig regenerieren. Die erste Woche ging ganz gut aber am Ende der 2ten Woche kribbelte es schon wieder mächtig. Jetzt war es aber endlich wieder soweit, nach 3 Wochen Training kam mir der Nikolauslauf gerade geschliffen. FORMTEST war angesagt. Ich muss sagen dass ich mich bis auf einen kleinen Streit mit meiner rechten Wade vor ein paar Tagen richtig gut gefühlt hatte und mir sehr gut eine Zeit von unter 1:30 Stunden vorstellen konnte.
Zuversicht kurz vor dem Start
Gleich von Beginn an lief ich im Schlepptau von Ultraläufer Gernot Helfrich, der den Zugläufer für einen Sehbehinderten machte. Ebenfalls dazugesellt hatte sich die erste Frau. Das Tempo schien zu Beginn perfekt. Kaum im Wald angekommen wich der Asphalt einem Waldweg, welcher sich wiederum in einen….sagen wir mal breiteren Pfad verwandelte. Nicht einfach zu laufen. Ich dachte gelesen zu haben dass die Strecke durchweg asphaltiert ist und hatte mir den Lauf auch deshalb ausgesucht, naja! Nichts desto trotz verflogdie erste der 3 Runden a`7 KM wie im Nu und wir passierten Start/Ziel nach 28:43 Minuten.
Formtest beim Nikolauslauf
Nach gut 8 Kilometern war mir allerdings klar, dass ich das Tempo der 3ein wohl nicht würde halten können und nahm etwas raus. MIST! Die Strecke hatte es in sich. Meine Puma NetFit-Schläppchen waren definitiv die falsche Schuhwahl bei den rutschigen Verhältnissen. Na klar den anderen ging´s bestimmt auch so dennoch hatte ich damit ordentlich zu kämpfen. Das Ergebnis war, dass ich für die 2te Runde schon 30.34 Minuten benötigte, also fast 2 Minuten mehr als auf der ersten….phuuuu. Meine Gefühlslage in diesem Moment war eher Bescheiden aber egal, ich wollte das heute durchziehen so gut es eben ging….frei nach dem oben genannten Motto „Wettkampf ist das beste Training“! Auf der letzten Runde hieß es dann einfach nur noch auf die Zähne beißen und durchhalten. Die Strecke im Wald wurde zunehmend schlechter und zum Schluss meldete sich zu allem Übel auch mal wieder meine rechte Wade :-(. Dennoch lich ich nach 1:30:47 Stunden über die Ziellinie und der Spuck hatte für heute sein Ende. Der erste „Ärger“ verflog schon nach ein paar Minuten und Zufriedenheit über das Geleistete kehrte ein. Bis zum Jahreswechsel werde ich noch ein bissel an der Grundschnelligkeit arbeiten und dann mit Vollgas in die Marathonvorbereitung für den Bienwaldmarathon starten.

Nach dem obligatorischen After-Race-Kuchen noch ein kleiner Schnappschuss mit dem Gesamtsieger Dominic….Daumen hoch für meinen Testwettkampf und seinen Sieg 🙂