Das neue Laufjahr hat zwar schon begonnen, doch am 2018er Ende hatte sich die Läuferschaar nochmals eifrig versammelt. Der Forchheimer Silvesterlauf steht schon seit Jahren in meinem Laufkalender, so auch wieder 2018. Gemeinsam mit mit Bianka, Verena, Nils, Chrisi und Sebastian von unserem Chicken Express Running-Team nahm ich die 10 KM Strecke erneut unter die Sohlen. Die vielen Laufbekanntschaften aus dem Umkreis luden natürlich auch nochmals vor und nach des Wettkampfs zum plaudern ein…die Ereignisse der letzten 12 Monate muss man ja schließlich gebührend Revue passieren lassen 🙂

Ein kleiner Teil unseres Chicken Express Running-Teams vor dem Start des 10 Km Laufs in Forchheim
Am Start warteten dann weit über 600 Läuferinnen und Läufer auf den Startschuss. In meinem Dunstkreis lauter bekannte Gesichter, die sich mehr oder weniger im gleichen läuferischen Niveau befinden wie ich. Also alles tip top…ranhängen und mitlaufen.
Mein läuferisches Ziel, wenn man das bei einem Silvesterlauf so benennen kann, war eine Zeit vom um die 40 Minuten. Am Besten natürlich drunter oder halt ein wenig drüber wenn es nicht soooooo läuft. Allerdings kann man auch vorwegnehmen dass einem gegen Endes des Laufs der „Schweinebuckel“ den letzten Atem raubt…..also nicht so ganz einfach die Geschichte.
Der Anfang ist schnell erzählt, gemeinsam mit Laufkumpel Ralf heftete ich mich an die Fersen von Natascha Bischoff (später 3. Frau Gesamt) von der LSG Karlsruhe. Die ersten 4 Kilometer ging der Plan sehr gut auf und nach glatt 16 Minuten passierten wir das 4. Kilometerschild. Die Lockerheit der ersten Kilometer hielt dann aber doch nicht so lange an wie erhofft und als uns dann bei KM 6 auf dem Rheindamm der Wind ordentlich um die Ohren pfiff, konnte ich das Tempo meiner beiden „Zugpferde“ nicht mehr ganz halten.

Gemeinsam geht es besser. Am Ende hatte Ralf (88) jedoch die Nase um ein paar Sekunden vorne 🙂 Bild: ka-news
Ich musste ordentlich kämpfen, doch die letzten 3 Kilometer wollte ich auch nicht schlapp machen. Natascha und Ralf hatte ich immer fest im im Blick. Ich versuchte mich nun Stück für Stück wieder ranzukämpfen. Kilometer 9 ging dann tatsächlich auch nochmal im 4er Schnitt. Die Freude darüber währte allerdings nicht allzulange, denn bis zur Holzbrücke, die den berüchtigten Schweinebuckel ankündigt waren es nur noch wenige Meter. Dann war es auch soweit, da war das fiese Teil! Der kurze knackige Anstieg 800 Meter vor dem Ziel wirkt wie ein Bremsfallschirm, der einem sprichwörtlich den letzten Atem nimmt. Das Gemeine an der Sache ist, dass oben am Ende des Anstiegs eine Menge Menschen stehen, die mit ganz tollen Motivations-Sprüchen dem furchtbaren Schauspiel so richtig fröhnen :-), unter Ihnen auch mein Herzblättle Claudi.

Die Qualität des Bildes spiegelt meinen Gemütszustand am Schweinebuckel 1:1 wieder 🙂
Gib dein Bestes, dann wirst du vom Ergebnis nie enttäuscht sein!
Natascha Bischoff
Die letzten 700 – 800 Meter bis zum Ziel tun weh….so richtig weh. Dass man direkt nach dem Buckel auch noch am Friedhof vorbei läuft, lässt einem ein leichtes Schmunzeln über die Lippen huschen. Dann aber nochmal vollgas…vorbei am Schwimmbad, zack über die Kreuzung und dann trägt einen der Applaus der vielen Zuschauer im Zielkanal förmlich über die Ziellinie. Geschafft!
40 Minuten und 39 Sekunden standen bei mir am Ende zu Buche. Natascha und Ralf liefen zwar wenige Sekunden vor mir durchs Ziel und die erhofften 40 Minuten konnte ich leider auch nicht knacken, dennoch war vollauf zufrieden. Immerhin war ich eine Minute schneller als im Vorjahr und seit ich den obigen Satz von der Laufkollegin Natascha beherzige, sind die Zeiten auf der Uhr und in den Ergebnislisten nur noch relativ 🙂

Unser Chicken Express Running-Team konnte ebenso durchweg poitive Bilanz ziehen. Unsere einzige Rheinstettnerin Verena, konnte sich sogar den 3. Platz der besten Rheinstettnerinen Läuferinnen sichern.
Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gesundes neues Jahr. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr ab und an mal bei mir reichaut 🙂