Viele Kilometer. Lange Nächte. Persönliche Grenzen.
Ein Laufjahr, das auf dem Papier stark aussieht – und sich beim genaueren Hinsehen selbst relativiert. Ein Rückblick auf Ultras und dass nicht alles, was mir wichtig ist, auch wichtig sein muss.
Warum ich überhaupt zurückblicke
Ich schreibe diesen Rückblick nicht wegen den bombastischen Ziel-Zeiten oder tollen Platzierungen. Zahlen lassen sich vergleichen, sortieren, bewerten.
Mich interessiert inzwischen auch etwas anderes: Was bleibt, wenn man das alles weglässt?
Der Begriff Nebensächlichkeiten klingt hart.
Fast respektlos gegenüber Dingen, die mir viel bedeuten.
Und doch trifft er es erstaunlich gut.
Denn während ich laufe, planen andere noch viel größere Läufe.
Während ich zufrieden bin, sind andere um Welten besser.
Und während ich meinem Hobby nachgehe, gibt es Regionen auf dieser Welt, in denen es nicht um Sport geht – sondern ums Überleben.
Das macht meine Erlebnisse nicht falsch. Aber es ordnet sie ein.
„Nebensächlichkeiten und das trügerische Gefühl von Bedeutung“ weiterlesen